5 Gerüchte über Urlaub in einer Pension

Die deutsche Übersetzung zu einer Unterkunft mit der Bezeichnung „Bed & Breakfast“ ist der Begriff „Pension“. Neben dem angestaubten Image und dem Irrglauben, dass dort unter 80-jährige keinen Urlaub machen würden, halten sich auch etliche weitere Gerüchte rund um den Urlaub in einer derartigen Unterkunft.

Ob das Ganze nun Pension heißt (warum zur Hölle gibt es nicht wenigstens eine modernere Formulierung), Zimmer frei oder Fremdenzimmer, was auch nicht wirklich besser klingt, Gästehaus oder Bed and Breakfast … es gibt die vielfältigsten Vorurteile, Missverständnisse und Gerüchte rund um diese Übernachtungsform.

… und ein kleines bisschen wollen wir damit jetzt mal aufräumen:

1. Eine Pension ist etwas für ewig Gestrige

 

In Pensionen oder auch „Bed & Breakfasts“ ist die Zeit stehen geblieben – ungefähr so in den 50ern. Plüsch, Stuck und Staub, dunkle, kleine Zimmer und Badezimmer von anno PIEF.

Tja, leider stellen sich das viele unserer Gäste so vor und ehrlich gesagt sind wir selber auch schon einmal in so etwas gelandet. Es war eine Geburtstagsfeier eines befreundeten Winzers und wir werden das XXX-Haus niemals vergessen … (und Plüsch wäre noch die bessere Alternative gewesen 🙂 )

Aber heute ist das nicht mehr wirklich so. Auch der letzte Pensionsbesitzer dieser Art hat sich wohl mittlerweile von seiner Pension getrennt und ist in Pension (Brüller). Die meisten B&Bs der Neuzeit legen sehr viel Wert auf moderne, helle und freundliche Zimmer und der Mief wurde schon vor langer Zeit rausgewischt. Die letzten Zimmer die wir zum Beispiel neu gebaut haben sind nicht mal mehr im andalusischen Stil, sondern sehr modern und extreme großzügig geschnitten. Schaut einfach mal hier

2. In einer Pension muss man das Bad teilen

 

„In einer Pension oder einem Gästehaus muss man das Badezimmer mit anderen Gästen teilen.“ Auch dieser Mythos hält sich wacker.

Um ehrlich zu sein, habe ich das zum letzten Mal in Österreich und Süddeutschland gesehen, als ich noch nicht mal volljährig war. In den letzten 30 Jahren ist mir das nicht mehr untergekommen. Vielleicht gibt es das noch in extrem alten Landhäusern, die sich aus Denkmalschutzgründen nicht umbauen lassen, aber ich glaube ansonsten könnt ihr da ganz beruhigt sein. Und bei uns sowieso – wie ihr hier sehen könnt, haben nicht nur für jedes Zimmer das eigene, ganz private Bad, sondern auch noch in allen Zimmern wunderbar bequeme Walk-in Duschen.

3. Die haben doch in so einem Gästehaus nicht mal Internet

 

Schnelles Internet, WIFI, WLAN und Apple – da haben so Pensionsbesitzer doch noch nie von gehört. Da kann man ja froh sein, wenn die ein Telefon haben. Jaja, auch solche Gedanken hören wir ab und zu. Ok, aber da kann ich dann wirklich nur noch lachen. Wir haben in jedem Raum des Hauses Kabelzugänge, auf dem gesamten Grundstück WLAN und schnell ist das Internet auch noch. Und im Gegensatz zu vielen Hotels – kostenlos!

4. Bed and Breakfast macht ja nur Frühstück und sonst nichts

 

Bed & Breakfast ist, was es heißt – da muss ich mich ja ständig, wenn ich Hunger habe, auf die Socken machen in irgendeine Bar oder Restaurant. Immer nachdenken, aufhübschen, fahren, was bedeutet, dass man nichts trinken kann im Land der Weine – die haben ja kein Restaurant wo man einfach und bequem vor Ort schlemmen kann.

Auch dieser Mythos ist inzwischen überholt. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von B&Bs, in denen es sogar ein täglich geöffnetes, öffentliches Restaurant gibt. Das ist bei uns nicht so, da wir unseren Gästen die größtmögliche Ruhe und Entspannung gönnen und auf Publikumsverzehr verzichten möchten. Da sich aber ein Restaurant mit Koch nur für Hausgäste finanziell nicht stemmen lässt, machen wir es wie viele andere unserer Kollegen und bieten mehrmals pro Woche ein tolles Menü an – auf Wunsch mit 2 oder 3 Gängen. Und schon kann man vom Aperitif, über den Wein zum Essen und dem Digestif alles genießen ohne noch fahren zu müssen – Problem gelöst!

5. In so einem „Zimmer frei“ hat man mal nie seine Ruhe

 

Bed and Breakfast – ohhh neee da hat man ja Null Privatsphäre und muss sich ständig mit allen unterhalten. Ok, eins vorab – wer wirklich gar nicht kommunizieren möchte, seine 100% Anonymität über alles stellt und eher misanthropisch veranlagt ist, der ist in einem modernen B&B wahrscheinlich nicht am Besten aufgehoben. Aber kein Hotel dieser Welt bietet dir die Möglichkeit, so tolle Menschen aus aller Herren Länder kennenzulernen, sich mit ihnen beim Essen auszutauschen, zu Lachen oder gar zu Singen (ja, auch solche Abende gibt es durchaus).

In nur sehr wenigen Hotels wirst du alle Geheimtipps für deine Ausflüge bekommen, denn die meisten Hotels verkaufen die Ausflüge, für die sie eine Provision bekommen. Wir verkaufen nur das, woran unser Herz hängt – unser Haus, unsere Region, unseren Lifestyle. Und der ist individuell.
Und das bringt mich zum wichtigsten Punkt:

Individuell …

 
… das ist jede Pension, jedes Bed and Breakfast, jedes Boutique Hotel oder wie auch immer man es nennen möchte – aber auch jeder einzelne unserer Gäste. Selbstverständlich bist du vielleicht auch schon einmal in einer Unterkunft gelandet, in der es dir nicht so gut gefallen hat. Das kann bei „Individualurlaub“ passieren. Das ist schade aber ja auch kein Weltuntergang.

Aber fürs gleiche Geld passt deine Individualität mit der anderer Gäste und der des Hauses so gut zusammen, dass du einen unvergesslichen Urlaub mit Leuten verbringst mit denen du auch nach Jahren noch Kontakt hältst. Oder wie bei uns passiert – Gäste lernen sich kennen und stimmen Ihren nächsten Urlaub bei uns miteinander ab, damit sie in jedem Fall wieder zusammen da sind. Wenn das dann mal nicht der perfekte Urlaub war …

Ach, und was mir gerade so spontan noch einfällt ist eine Nummer 6:

6. Das letzte Mal Staub gewischt wurde aus Anlass der Krönung von Kaiser Wilhelm
(egal ob der Erste oder Zweite … ist auf jeden Fall schon ein paar Jahre her …)

 

Da wird ja nur alle paar Tage mal das Zimmer gewischt, ich muss mein Bett immer selber machen und wenn ich frische Handtücher will, verziehen die schon das Gesicht … das Klopapier habe ich ja zum Glück gehortet.

NNNEEEIIINNN, wir machen die Zimmer jeden Tag gründlich sauber, das Bett wird gemacht, auf Wunsch die Handtücher gewechselt und das mit einem Lächeln! Und Klopapier müsst ihr auch nicht horten – wir haben genug davon auf Lager 🙂

Ich bekomme beim Schreiben gerade selber Angst – vielleicht sollten wir uns doch Boutique Hotel nennen…*denk* Was meinst du? Welcher Begriff ist zeitgemäßer und würde dir besser gefallen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar! Und wenn du Lust hast, besuche uns doch einfach mal auf Facebook!

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